Finanzmathematik
Die Finanzmathematik basiert auf Anwendungen der arithmetischen und geometrischen Reihen,
also der Formeln (1.55a) bis (1.55c) und
(1.57a) bis (1.57d), aber diese Anwendungen
sind im Bankwesen so vielfältig und speziell, daß eine eigene Disziplin mit einer
Vielzahl spezieller Begriffe entstanden ist.
So wird in der Finanzmathematik nicht nur die Veränderung eines Kapitals durch
Zinseszinsen und Rentenzahlungen betrachtet, sondern sie umfaßt im wesentlichen die
Gebiete Zinsrechnung, Tilgungsrechnung, Raten- und Rentenrechnung, Abschreibungen, Kurs-
und Effektivzinsrechnung sowie Investitionsrechnung.
Grundlegende Aufgabenstellungen und Lösungsformeln werden im folgenden erläutert.
Für das ganze Spektrum der Finanzmathematik muß auf die Literatur verwiesen werden
(s. Lit. 1.2, 1.11).
Versicherungsmathematik und Risikotheorie , die auf Methoden der
Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematischen Statistik beruhen, stellen selbständige
Disziplinen dar und werden hier nicht behandelt
(s. Lit. 1.3, 1.4).