Auf einer Menge
sei jedem Paar von Elementen
eine reelle Zahl
zugeordnet, so daß für beliebige Elemente
die
folgenden Eigenschaften, die Axiome des metrischen Raums , erfüllt sind:
(12.39)
(12.40)
(12.41)
Eine Funktion
mit den Eigenschaften
bis
heißt Metrik , Distanz oder Abstand auf der Menge
,
und das Paar
heißt metrischer Raum.
Jede Teilmenge
eines metrischen Raumes
kann auf natürliche Weise in
einen (selbständigen) metrischen Raum verwandelt werden, indem man die Metrik
des
Raumes
auf die Menge
einschränkt, d.h. nur auf der Menge
betrachtet.
Der Raum
heißt Teilraum des metrischen Raumes .
Beispiel A
Die Mengen
und ,
versehen mit der euklidischen Metrik
(12.42)
für zwei Punkte ,
sind
metrische Räume.
Beispiel B
Hat man in der Menge
für einen Wert (d.h. Vektor)
einen Näherungswert,
etwa den Vektor ,
dann ist die
Größe oder Abweichung
von Interesse.
Diesen Sachverhalt berücksichtigt die Metrik
(12.43)
Die Metriken (12.42) und (12.43) ergeben für den Fall
jeweils
den Absolutbetrag
in den Mengen
und
der reellen bzw. der
komplexen Zahlen.
Beispiel C
Endliche 0-1-Folgen, z.B. 1110 und 010110, nennt man in der Kodierung Wörter .
Zählt man die Stellen, an denen sich zwei gleich lange Wörter (der Länge )
unterscheiden, also ,
,
dann entsteht in der Menge aller Wörter der Länge
eine Metrik, der
HAMMING-Abstand, z.B.
Beispiel D
In der Menge
und ihren Teilmengen
und
(s. (12.11)) definiert man eine Metrik durch
(12.44)
Beispiel E
In der Menge
der Folgen mit absolut konvergenter Reihe
betrachtet man die folgende Metrik:
(12.45)
Beispiel F
In der Menge
betrachtet man die Metrik
(12.46)
Beispiel G
In der Menge
definiert man als Metrik:
(12.47)
Beispiel H
In der Menge
aller Äquivalenzklassen von fast
überall auf einem beschränkten Gebiet
definierten
LEBESGUE-meßbaren, zur -ten Potenz summierbaren Funktionen
(s. LEBESGUE-Integral) ist eine Metrik definiert durch