Kugeln und Umgebungen
In einem metrischen Raum
,
dessen Elemente auch Punkte heißen, nennt
man für eine reelle Zahl
und einen fixierten Punkt
die Mengen
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(12.49) |
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(12.50) |
offene bzw. abgeschlossene Kugel mit dem Radius
und dem Zentrum
.
Im Vektorraum
ergeben sich mit den Metriken (12.42) und
(12.43) für
und
als Kugeln die in den folgenden zwei
Abbildungen dargestellten Mengen.
Eine Teilmenge
eines metrischen Raumes
heißt Umgebung
des Punktes
,
wenn
mit einer ganzen offenen Kugel zu
gehört,
also es
,
so daß
gilt.
Eine Umgebung
des Punktes
bezeichnet man auch mit
.
Offenbar ist jede Kugel auch Umgebung ihres Zentrums; eine offene Kugel ist sogar Umgebung
jedes ihrer Punkte.
Man nennt einen Punkt
inneren Punkt
einer Menge
wenn
mit einer Umgebung zu
gehört,
also es existiert eine Umgebung
von
mit
Schließlich heißt eine Teilmenge eines metrischen Raumes offen ,
wenn alle ihre Punkte innere Punkte sind.
Die (bisher nur so benannten) offenen Kugeln in jedem beliebigen metrischen Raum,
insbesondere alle offenen Intervalle aus
,
sind die Prototypen offener Mengen.
Die Gesamtheit aller offenen Mengen genügt den folgenden Axiomen der offenen
Mengen :
- Sind
für
offen, dann ist
auch die Menge
offen.
- Sind
endlich viele beliebig offene Mengen, dann ist auch
die Menge
offen.
- Die leere Menge
ist vereinbarungsgemäß offen.
Man nennt eine Teilmenge
eines metrischen Raumes beschränkt , wenn für ein
gewisses Element
(das nicht unbedingt der Menge
angehören muß) und eine
gewisse Zahl
die Menge
in der Kugel
liegt, wofür man auch
schreibt.