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Definition der Funktion


1. Funktion:Wenn und zwei variable Größen sind und wenn sich einem gegebenen -Wert genau ein -Wert zuordnen läßt, dann nennt man eine Funktion von und schreibt
(2.1)

Die veränderliche Größe heißt unabhängige Variable oder Argument der Funktion . Alle -Werte, denen sich -Werte zuordnen lassen, bilden den Definitionsbereich der Funktion . Die veränderliche Größe heißt abhängige Variable ; alle -Werte bilden den Wertebereich der Funktion . Funktionen können graphisch durch Punkte als Kurven oder Funktionsgraphen dargestellt werden.
2. Reelle Funktion: Wenn Definitions- und Wertebereich nur reelle Zahlen enthalten, dann nennt man eine reelle Funktion einer reellen Veränderlichen .

Beispiel A

mit

Beispiel B

mit


3. Funktion von mehreren Veränderlichen: Hängt die Variable von mehreren unabhängigen Variablen ab, dann bezeichnet man

(2.2)

als Funktion von mehreren Veränderlichen.
4. Komplexe Funktion: Wenn die unabhängige Variable eine komplexe Zahl ist, dann wird durch eine komplexe Funktion einer komplexen Veränderlichen beschrieben, zu deren Behandlung die Funktionentheorie benötigt wird. Zu den komplexen Funktionen gehören auch die komplexwertigen Funktionen , die für reelle Argumente definiert sind, aber komplexe Funktionswerte besitzen.
5. Weitere Funktionen: In verschiedenen Anwendungsgebieten, z.B. in der Vektoranalysis und Feldtheorie, werden Funktionen verwendet, bei denen Argument- und Funktionswerte beispielsweise wie folgt definiert sind:
6. Funktionale: Wird jeder Funktion aus einer bestimmten Funktionenklasse eine reelle Zahl zugeordnet, dann spricht man von einem Funktional .
Beispiel A

Ist eine gebene, über integrierbare Funktion, dann ist ein lineares Funktional bezüglich aller über stetigen Funktionen .

Beispiel B

Integralausdrücke bei Variationsaufgaben.


7. Funktion und Abbildung: Gegeben sind zwei nichtleere Menge und . Unter einer Abbildung , die durch

(2.3)

beschrieben wird, versteht man eine Vorschrift, die jedem Element von ein eindeutig bestimmtes Element von zuordnet. Das Element heißt Bild von , und man schreibt auch . Die Menge heißt Bildbereich oder Wertebereich von , die Menge heißt Originalbreich, Urbildbereich oder Definitionsbreich von .
Beispiel A

Sind Original- und Bildbereich Teilmengen der reellen Zahlen, d.h. gilt und , dann wird durch (2.3) eine reelle Funktion einer reellen Veränderlichen beschrieben.

Beispiel B

Ist eine Matrix vom Typ und gilt sowie , dann wird durch (2.3) eine Abbildung des in den beschrieben. Die Vorschrift (2.3) stellt dann das folgende System von linearen Gleichungen dar:


d.h. bedeutet das Produkt der Matrix mit dem Vektor .

Hinweise: