Leray-Schauder-Theorie
Für die Existenz von Lösungen der Gleichungen
und
,
mit
jeweils vollstetigem Operator
,
ist auf der Grundlage tiefliegender Eigenschaften
des Abbildungsgrades ein weiteres Prinzip entdeckt worden, das etwa für Existenzbeweise
bei nichtlinearen Randwertproblemen erfolgreich eingesetzt wird.
Die hier angeführten Resultate dieser Theorie sind für praktische Belange vielfach
die geeignetsten, wobei Formulierungen gewählt wurden, die ohne Erwähnung des
Abbildungsgrades auskommen.
Satz von Leray-Schauder, 1. Formulierung: Seien
eine offene
beschränkte Menge eines rellen BANACH-Raumes
und
ein vollstetiger
Operator.
Sei
ein solcher Punkt, daß
für alle
und
gilt, wobei
den Rand der Menge
bezeichnet.
Dann hat die Gleichung
wenigstens eine Lösung.
Satz von Leray-Schauder, 2. Formulierung: In Anwendungen erweist sich
häufig auch die folgende Variante dieses Satzes als vorteilhaft.
Sei
ein vollstetiger Operator auf dem BANACH-Raum
.
Wenn die Lösungen der Gleichungsschar
 |
(12.197) |
eine gleichmäßige apriori -Abschätzung gestatten, d. h.
,
so daß
und
,
die (12.197) genügen, die
Ungleichung
gilt, dann besitzt die Gleichung
eine Lösung.