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Als Näherungslösung für die Randwertaufgabe (19.118) wird eine
Linearkombination geeignet gewählter Funktionen
verwendet, die einzeln die
Randbedingungen erfüllen und linear unabhängig sind:
| (19.122) |
auftreten.
Die Bestimmung der Ansatzkoeffizienten
kann nach folgenden Prinzipien erfolgen:
1. Kollokationsmethode:
Der Defekt soll an
Stellen
,
den Kollokationsstellen , verschwinden.
Die Bedingungen
| (19.123) |
liefern ein lineares Gleichungssystem für die Ansatzkoeffizienten.
2. Fehlerquadratmethode:Man fordert, daß das Integral
![]() |
(19.124) |
in Abhängigkeit von den Koeffizienten minimal wird. Die notwendigen Bedingungen
| (19.125) |
ergeben ein lineares Gleichungssystem für die Koeffizienten
.
3. Galerkin-Verfahren:
Man fordert die sogenannte Fehlerorthogonalität , d.h., es muß
| (19.126) |
gelten, und erhält auch auf diese Weise ein lineares Gleichungssystem zur Bestimmung
der Ansatzkoeffizienten.
4. Ritz-Verfahren:Bei vielen Randwertaufgaben hat die Lösung
die Eigenschaft, auch Lösung einer
sogenannten Variationsaufgabe zu sein, d.h.,
macht ein Integral der Form
![]() |
(19.127) |
zum Minimum (s. (10.4)).
Kennt man die Funktion
,
so ersetzt man
gemäß (19.121)
näherungsweise durch
und macht
zum Minimum.
Die dafür notwendigen Bedingungen
| (19.128) |
liefern
Gleichungen für die Koeffizienten
.
| Beispiel | |
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Unter bestimmten Voraussetzungen an die Funktionen | |
| (19.132) |
| (19.133) |
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