Klassifizierung und Stabilität der Ruhelagen
Sei
eine Ruhelage von (17.1).
Das lokale Verhalten der Orbits von (17.1) nahe
wird, unter gewissen
Voraussetzungen, durch die Variationsgleichung
beschrieben, wobei
die JACOBI-Matrix von
in
ist.
Besitzt
keinen Eigenwert
mit Re
,
so heißt die
Ruhelage
hyperbolisch .
Die hyperbolische Ruhelage
ist vom Typ
,
wenn
genau
Eigenwerte mit negativem Realteil und
Eigenwerte mit positivem Realteil
besitzt.
Die hyperbolische Ruhelage vom Typ
heißt Senke , wenn
ist,
Quelle , wenn
ist, und Sattel , wenn
und
ist
(s. die folgenden Abbildungen).
Es gilt der folgende
Satz über Stabilität in der ersten Näherung für kontinuierliche dynamische
Systeme:
Eine Senke ist asymptotisch stabil; Quellen und Sattel sind instabil.
Im Rahmen der drei topologischen Grundtypen von hyperbolischen Ruhelagen (Senke, Quelle
und Sattelpunkte) sind weitere algebraische Unterscheidungen üblich.
So heißt eine Senke (Quelle) stabiler Knoten ( instabiler Knoten ), wenn
alle Eigenwerte der JACOBI-Matrix reell sind, und stabiler Strudel
( instabiler Strudel ), wenn Eigenwerte mit nicht verschwindendem Imaginärteil
vorliegen.
Für
ergibt sich daraus eine Einteilung der Sattelpunkte in Sattelknoten
und Sattelstrudel.
In den folgenden Abbildungen sind für die drei toplogischen Grundtypen jeweils links
die Eigenwerte der JACOBI-Matrix und rechts das Phasenporträt dargestellt.
Senke:
Quelle:
Sattelpunkt: