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Spitzen-Bifurkation
Gegeben sei die Differentialgleichung (17.53) mit
und
.
Die JACOBI-Matrix
habe den Eigenwert
und
Eigenwerte
mit Re
.
Für die reduzierte Differentialgleichung (17.55) gelte
und
.
Die TAYLOR-Zerlegung von
nahe
führt auf die verkürzte Normalform
(ohne Glieder höherer Ordnung, s. Lit. 17.1)
 |
(17.62) |
mit den Parametern
und
.
Die Menge
stellt im erweiterten Phasenraum eine Fläche dar und wird Falte genannt
(s. Abbildung).
Im weiteren sei
.
Die nicht hyperbolischen Ruhelagen von (17.62) werden durch das Gleichungssystem
definiert und liegen auf den
Kurven
und
,
die durch die Menge
bestimmt
werden und zusammen eine Spitze ( cusp ) bilden (s. linke Abbildung.).
Bei
ist die Ruhelage
von (17.62) stabil.
Das Phasenporträt von (17.53) nahe
,
z.B. für
und
ist für
ein dreifach zusammengesetzter
Knoten (s. mittlere Abbildung) und für
ein dreifach
zusammengesetzter Sattel (s. rechte Abbildung) (s. auch Lit. 17.13).
Beim Übergang von
in das Innere des Gebietes 1
(s. linke Abbildung) spaltet sich die nicht hyperbolische Ruhelage
von (17.53)
vom Typ eines zusammengesetzten Knotens in drei hyperbolische Ruhelagen (zwei stabile
Knoten und ein Sattel) auf ( superkritische Gabel-Bifurkation ).
Im Falle des zweidimensionalen Phasenraumes von (17.53) sind die Phasenporträts
in der mittleren und rechten Abbildung zu sehen.
Beim Durchqueren des Parameterpaares von
aus
1 in 2 bildet sich eine zweifach zusammengesetzte Ruhelage vom Sattelknoten-Typ, die sich
anschließend aufhebt.
Eine stabile hyperbolische Ruhelage verbleibt.
Für (17.53) gelte
,
und die Matrix
habe die beiden Eigenwerte
und
Eigenwerte
mit Re
.
Die reduzierte zweidimensionale Differentialgleichung (17.55) sei topologisch
äquivalent zum ebenen System
 |
(17.63) |
Dann findet auf der Kurve
eine Sattelknoten-Bifurkation statt.
Auf
entsteht beim Übergang aus dem Gebiet
in das Gebiet
durch eine HOPF-Bifurkation ein stabiler Grenzzyklus und auf
existiert für das Ausgangssystem eine Separatrixschleife
(s. Abbildung), die im Gebiet 3 in einen stabilen Grenzzyklus bifurkiert
(s. Lit. 17.1, 17.17).
Diese Bifurkation ist von globaler Natur und wird als Entstehung eines einzigen
periodischen Orbits aus dem homoklinen Orbit eines Sattels oder Auflösung
einer Separatrixschleife bezeichnet.
Für (17.53) seien die Voraussetzungen der HOPF-Bifurkation mit
erfüllt und die zweidimensionale reduzierte Differentialgleichung habe
nach einer Koordinatentransformation in Polarkoordinaten die Normalform
.
Das Bifurkationsdiagramm (s. Abbildung) dieses Systems enthält die Linie
,
deren Punkte HOPF-Bifurkationen repräsentieren
(s. Lit. 17.1).
Im Gebiet 3 existieren zwei periodische Orbits, von denen einer stabil, der andere
instabil ist.
Auf der Kurve
verschmelzen diese beiden nicht hyperbolischen Zyklen in einen zusammengesetzten Zyklus,
der im Gebiet 2 verschwindet.