Prinzip des Gaußschen Eliminationsverfahrens
Durch die elementaren Umformungen
1. Vertauschen von Zeilen
2. Multiplikation einer Zeile mit einer von Null verschiedenen Zahl
3. Addition eines Vielfachen einer Zeile zu einer anderen Zeile
wird das System
(19.26) in ein
sogenanntes gestaffeltes Gleichungssystem
 |
(19.27) |
überführt.
Da dabei nur äquivalente Umformungen vorgenommen werden, besitzt
dieselbe Lösung wie
.
Man erhält sie aus (19.27):
 |
(19.28) |
Die durch die Formel (19.28) angegebene Vorschrift nennt man
Rückwärtseinsetzen , da die Gleichungen von (19.27) in der umgekehrten
Reihenfolge ihrer Entstehung benutzt werden.
Der Übergang von
zu
erfolgt in
sogenannten
Eliminationsschritten , deren Durchführung am ersten Schritt gezeigt werden soll.
Dieser überführt die Matrix
in die Matrix
:
 |
(19.29) |
Dabei ist wie folgt vorzugehen:
1. Man bestimme ein
.
Falls kein solches existiert, stop:
ist singulär.
Andernfalls heißt
Pivot .
2. Man vertausche die 1. und die
-te Zeile von
.
Das Ergebnis ist die Matrix
.
3. Man subtrahiere für
das
-fache der 1. Zeile von
der
-ten Zeile der Matrix
.
Als Ergebnis erhält man die Matrix
und analog die neue rechte Seite
mit folgenden Elementen:
Die in der Matrix
(19.29) eingerahmte Teilmatrix ist vom Typ
und wird analog zu
behandelt; usw.
Diese Vorgehensweise bezeichnet man als GAUSSsches Eliminationsverfahren
oder GAUSSschen Algorithmus.