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Geburts- und Todesprozesse

Eine erste Verallgemeinerung des POISSON-Prozesses besteht darin, daß man in (16.120) eine vom Zustand abhängige Übergangsrate wählt. Als zweite Verallgemeinerung werden auch Übergänge vom Zustand in den Zustand zugelassen. Die zugehörige Übergangsrate wird mit bezeichnet. Der Zustand eines solchen Prozesses kann z.B. die Anzahl der Individuen einer Population angeben, die beim Übergang von zu um ein Individuum vergrößert, beim Übergang von zu um ein Individuum verringert wird. Solche stochastischen Prozesse werden Geburtsprozesse und Todesprozesse genannt. Es sei die Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich der Prozeß zum Zeitpunkt im Zustand befindet. Für die Übergangswahrscheinlichkeiten gilt dann analog zum POISSON-Prozeß:
   
  (16.121)
   

Bemerkung: Der POISSON-Prozeß ist ein reiner Geburtsprozeß mit konstanter Übergangsrate.