In den meisten Fällen der Praxis kann davon ausgegangen werden, daß die
Meßfehler normalverteilt sind, und zwar mit dem Mittelwert
und einer
Streuung
,
d.h., für die Dichtefunktion
und die Verteilungsfunktion
von Meßfehlern soll gelten:
 |
(16.192a) |
und
 |
(16.192b) |
Dabei ist
die Verteilungsfunktion der
normierten Normalverteilung
(s. auch Tabelle Normierte Normalverteilung).
Im Falle von (16.192a,b) spricht man auch von der
Fehlernormalverteilung .
In der folgenden Abbildung ist die Dichte der Fehlernormalverteilung
(16.192a) mit Wende- und Schwerpunkt dargestellt.
Die nächste Abbildung zeigt das Verhalten der Dichte der Fehlernormalverteilung bei drei
verschiedenen Werten der Streuung.
Die Wendepunkte liegen bei den Abszissenwerten
,
die Schwerpunkte der
Flächenhälften bei
.
Der Maximalwert der Kurve bei
beträgt
.
Mit wachsendem
verbreitert sich die Kurve, wobei der Flächeninhalt unter ihr
konstant gleich Eins bleibt.
Die Verteilung besagt, daß, gemessen am absoluten Betrag, kleine Fehler häufig
vorkommen, große selten.