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Einschränkung für den eindimensionalen Fall

Bei Fuzzy-Systemen mit nur einer Eingabe werden oft Fuzzy-Mengen verwendet, die durch Dreieckfunktionen dargestellt, die sich auf der Höhe 0,5 schneiden werden. Solche Fuzzy-Mengen genügen drei Bedigungen:
1. Für jede Regel gibt es eine Eingabe für die nur eine Regel erfüllt ist. Für diese Eingabe wird die Ausgabe über berechnet. Dadurch ist die Ausgabe des Fuzzy-Systems an Stützstellen festgelegt. Man kann daher sagen, das Fuzzy-System interpoliert die Stützstellen . Die Forderung, daß an den Stützstellen nur die eine Regel gilt, ist für eine exakte Interpolation hinreichend, aber nicht notwendig. Für zwei Regeln und , wie sie im folgenden betrachtet werden, bedeutet diese Forderung, daß gilt. Zur Erfüllung der 1. Bedingung muß sein. Das ist eine hinreichende Bedingung für eine exakte Interpolation der Stützstellen.
2. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stützstellen sind höchstens 2 Regeln erfüllt. Sind und zwei solche Stützstellen mit den Regeln und so berechnet sich für Eingaben die Ausgabe zu
(5.413)

mit von abhängigen und sowie
Der eigentliche Verlauf der Interpolationskurve zwischen und wird von der Funktion bestimmt. Diese wird daher als Kurvenverlauf bezeichnet. Sie hängt nur von den Erfüllungsgraden und ab, die sich als Werte der Zugehörigkeitsfunktionen und an der Stelle ergeben, d.h., es ist und oder kurz und Der Kurvenverlauf hängt nur vom Verhältnis der Zugehörigkeitsfunktionen ab.
3. Die Zugehörigkeitsfunktionen sind positiv, so daß die Ausgabe eine Konvexkombination der Konklusionen ist. Daher gilt:

(5.414)

bzw. für den allgemeinen Fall

(5.415)

Für konstante Konklusionen bewirken die Terme und lediglich eine Verschiebung und Streckung des Kurvenverlaufes Sind die Konklusionen von den Eingangsvariablen abhängig, dann wird der Kurvenverlauf in verschiedenen Abschnitten unterschiedlich verzerrt. Dadurch kann sich eine andere Ausgangsfunktion ergeben.
Verwendet man für die Eingabe linear abhängige Konklusionen und Zugehörigkeitsfunktionen mit konstanter Summe, dann ist die Ausgabe mit von abhängigen und einer Konstanten , so daß sich Polynome 2. Ordnung als Interpolationsfunktionen ergeben. Diese Polynome kann man zur Konstruktion eines Interpolationsverfahrens mit Polynomen 2. Ordnung verwenden.
Allgemein ergibt sich aus der Wahl von Polynomen -ter Ordnung als Konklusion ein Interpolationspolynom -ter Ordnung. Daher können die konventionellen Interpolationsverfahren, die lokal mit Polynomen interpolieren (beispielsweise mit Splines), auch mit diesen Fuzzy-Systemen durchgeführt werden.