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Klassischer Mengenbegriff und unscharfe Mengen


1. Klassische Menge: Der klassische Mengenbegriff ist zweiwertig, und die klassische BOOLEsche Mengenalgebra ist isomorph zur zweiwertigen Aussagenlogik. Zu jeder Menge über einer Grundmenge existiert eine Funktion
(5.341a)

die für jedes Element angibt, ob Element der Menge ist oder nicht:

(5.341b)


2. Unscharfe Menge: Das Konzept der unscharfen Mengen basiert aus logischer Sicht auf der Idee, den Zugehörigkeitsgrad eines Elements als den graduellen Wahrheitswert einer Aussage im Intervall zu betrachten. Zur mathematischen Modellierung einer Fuzzy-Menge benötigt man eine Funktion, die anstatt in die Menge in das Intervall abbildet, d.h.:

(5.342)

Mit anderen Worten: Jedem Element kann eine Zahl im Intervall zugeordnet werden, die den Grad der Zugehörigkeit von zu repräsentiert. Die Abbildung heißt Zugehörigkeitsfunktion . Der Funktionswert an der Stelle heißt Zugehörigkeitsgrad . Die unscharfen Mengen etc. über werden auch unscharfe Teilmengen von genannt. Die Gesamtheit aller unscharfen Mengen über sei mit bezeichnet.