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Teilmengen


1. Teilmenge: Sind und Mengen und gilt
(5.36)

dann heißt Teilmenge von , und man schreibt: Mit anderen Worten: ist Teilmenge von wenn alle Elemente von auch zu gehören. Damit gilt auch stets .
Gibt es für in weitere Elemente, die nicht in vorkommen, so heißt echte Teilmenge von , und man schreibt Die folgende Abbildung zeigt als echte Teilmenge der Menge



Beispiel

Es seien eine Menge gerader Zahlen und eine Menge natürlicher Zahlen. Da die Menge die ungeraden Zahlen nicht enthält, ist eine echte Teilmenge von


2. Leere Menge: Es erweist sich als sinnvoll, die leere Menge die kein Element enthält, einzuführen. Wegen des Extensionalitätsprinzips gibt es nur eine solche Menge.

Beispiel A

Die Menge ist leer.

Beispiel B

Für jede Menge gilt d.h., die leere Menge ist Teilmenge jeder Menge.


3. Gleichheit von Mengen: Zwei Mengen sind genau dann gleich, wenn jede eine Teilmenge der anderen ist:

(5.37)

Diese Tatsache wird häufig zum Beweis der Gleichheit zweier Mengen benutzt.

4. Potenzmenge: Die Menge aller Teilmengen einer Menge nennt man Potenzmenge von und bezeichnet sie mit , d.h. .

Beispiel

Für die Menge lautet die Potenzmenge
.
Es gilt:
a) Hat eine Menge Elemente, so hat ihre Potenzmenge Elemente.
b) Für jede Menge gilt , d.h. die leere Menge ist Potenzmenge jeder Menge .


5. Kardinalzahl: Die Anzahl der Elemente einer endlichen Menge heißt Kardinalzahl von und wird mit oder manchmal auch bezeichnet.
Auch unendlichen Mengen werden Kardinalzahlen zugeordnet.