Einheitliches Kontonummernsystem EKONS
EKONS ist die Abkürzung für ,,Einheitliches Kontonummernsystem ``, das
bei Banken und Sparkassen verwendet wird.
Die Nummern sind maximal zehnstellig (je nach Geschäftsvolumen).
Die ersten (maximal 4) Ziffern dienen der Klassifikation der Konten.
Die restlichen 6 Ziffern bilden die eigentliche Kontonummer einschließlich der
Prüfziffer, die an der letzten Stelle steht.
Bei den einzelnen Banken und Sparkassen sind unterschiedliche Prüfziffernverfahren
üblich, z.B.:
a) Die Ziffern werden abwechselnd, von rechts beginnend, mit 2 bzw. 1 multipliziert,
und die Summe dieser Produkte wird durch Addition der Prüfziffer
zur nächsten
durch 10 teilbaren Zahl ergänzt, d.h., für die Kontonummer
mit der
Prüfziffer
gilt:
 |
(5.285) |
b) Bei dem Verfahren a) wird anstelle der Produkte - falls die Produkte
zweistellig sind - die Quersumme der Produkte verwendet.
Bei Variante a) entdeckt man alle Fehler durch Vertauschung zweier benachbarter
Ziffern und fast alle Fehler durch Verwechslung einer Ziffer.
Bei Variante b) werden dagegen jeder Fehler durch Verwechslung einer Ziffer und
fast alle Fehler durch Vertauschung zweier benachbarter Ziffern erkannt.
Drehfehler nicht benachbarter Ziffern und Verwechslungen zweier Ziffern werden oft nicht
aufgedeckt.
Daß man das leistungsfähigere Prüfziffernsystem zum Modul 11 nicht verwendet,
hat außermathematische Gründe.
Das nichtnumerische Zeichen X anstelle der Prüfziffer 10
(s. ISBN-Buchnummern) erfordert eine Erweiterung der Eingabetastatur.
Dagegen hätte ein Verzicht auf Kontonummern mit der Prüfziffer 10 bei Umstellung auf
das einheitliche Nummernsystem in einer beträchtlichen Zahl von Fällen eine
Erweiterung der ursprünglichen Kontonummern nicht zugelassen.