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Internationale Standard-Buchnummer ISBN

Eine einfache Anwendung von Zahlenkongruenzen ist die Verwendung von Prüfziffern in der Internationalen Standard-Buchnummer ISBN. Büchern wird eine 10-stellige Ziffernkombination der Form
(5.283a)

zugeordnet. Dabei ist die Gruppennummer ( bedeutet z.B., daß das Buch aus Deutschland, Östereich oder der Schweiz kommt), ist die Verlagsnummer und die Titelnummer für das einzelne Buch des betreffenden Verlages. Als Prüfziffer ist eingeführt, damit fehlerhafte Buchbestellungen erkannt und im Zusammenhang damit stehende Unkosten minimiert werden können. Die Prüfziffer ist die kleinste nichtnegative Zahl, die die folgende Kongruenz erfüllt:
(5.283b)

Anstelle von 10 verwendet man als Prüfziffer auch das nichtnumerische Zeichen X.
(s. auch Kontonummernsystem EKONS).
Man kann nun für jede übermittelte ISBN-Nummer nachprüfen, ob die angegebene Prüfziffer mit der aus der restlichen Ziffernkombination ermittelten Prüfziffer übereinstimmt. Bei Nichtübereinstimmung liegt mit Sicherheit ein Fehler vor. Beim ISBN-Prüfziffernverfahren werden folgende Fehler stets aufgedeckt: Statistische Untersuchungen ergaben, daß damit über 90% aller auftretenden Fehler aufgedeckt werden. Alle weiteren beobachteten Fehlertypen haben eine relative Häufigkeit von unter 1%. In der Mehrheit der Fälle werden das Verwechseln zweier Ziffern und die Vertauschung zweier kompletter Ziffernblöcke durch das beschriebene Ziffernverfahren aufgedeckt.