1. Allgemeiner Fall:
Eine Gleichung
wird DIOPHANTische Gleichung in
Unbekannten genannt, wenn
ein Polynom in
mit Koeffizienten aus der Menge
der ganzen Zahlen und
eine ganzzahlige Konstante ist und man sich ausschließlich für ganzzahlige
Lösungen interessiert.
Die Bezeichnung ,, DIOPHANTisch`` erinnert an den griechischen Mathematiker
DIOPHANT, der um 250 lebte.
DIOPHANTische Gleichungen treten in der Praxis z.B. dann auf, wenn Beziehungen
zwischen Stückzahlen beschrieben werden.
Allgemein gelöst sind bisher nur die DIOPHANTischen Gleichungen bis zum zweiten
Grad mit zwei Variablen.
Für die DIOPHANTischen Gleichungen höheren Grades sind nur in Spezialfällen
Lösungen bekannt.
2. Lineare Diophantische Gleichungen in n Unbekannten:
Eine lineare DIOPHANTische Gleichung in
Unbekannten ist eine Gleichung
der Form
 |
(5.259) |
für die nur die ganzzahligen Lösungen gesucht werden.
Im weiteren wird ein Lösungsverfahren angegeben.
3. Lösbarkeitsbedingung:
Unter der Bedingung, daß nicht alle
gleich 0 sind, ist die
DIOPHANTische Gleichung (5.259) genau dann lösbar, wenn der
ein Teiler von
ist.
| Beispiel |
|
ist lösbar, denn .
|
Wenn eine lineare DIOPHANTische Gleichung in
Unbekannten (
)
eine Lösung
hat und
der Variablengrundbereich ist, so hat die Gleichung unendlich viele
Lösungen.
In der Lösungsmenge treten dann
freie Parameter auf.
Für Teilmengen von
gilt dies aber nicht.