Ziel der Lösung des Hilfsprogramms mit dem Simplexverfahren ist es, die künstlichen
Variablen aus der Basis zu entfernen.
Wird eine künstliche Variable zur Nichtbasisvariable, dann kann die zugehörige Spalte
im Tableau gestrichen werden.
Man ermittelt so einen Maximalpunkt
und unterscheidet:
1. :
Das System
besitzt keine Lösung.
2. :
Falls sich unter den Basisvariablen keine künstlichen Variablen befinden, ist sofort ein
Tableau für die ursprüngliche Aufgabe gegeben.
Anderenfalls wird so lange aus einer zu einer künstlichen Variablen gehörenden Zeile
ein Pivotelement
gewählt, ein Austauschschritt ausgeführt und
anschließend die Pivotspalte gestrichen, bis alle künstlichen Variablen aus dem
Tableau entfernt worden sind.
Durch die Einführung von künstlichen Variablen kann die Dimension des Hilfsproblems
stark anwachsen.
Mitunter ist es nicht notwendig, zu jeder Gleichung eine künstliche Variable zu
addieren.
War das System der Nebenbedingungen vor der Einführung von Schlupfvariablen gegeben
durch
mit ,
dann sind nur in den ersten beiden Systemen künstliche Variable erforderlich.
Für das dritte System können die Schlupfvariablen als erste Basisvariable gewählt
werden.