Zurückblättern Weiterblättern Übergeordnetes Thema Sachgebiet Hauptinhaltsverzeichnis Stichwortverzeichnis Hilfeseiten        


Gleichverteilte Zufallszahlen


1. Begriff der gleichverteilten Zufallszahl: Man versteht unter gleichverteilten Zufallszahlen die im Intervall gleichverteilten Zufallszahlen, die als Realisierung einer Zufallsgröße mit der folgenden Dichtefunktion und der folgenden Verteilungsfunktion interpretiert werden:
(16.169)


2. Methode der mittleren Ziffern von Quadraten: Eine einfache Methode zur Erzeugung von Zufallszahlen wurde von J. V. NEUMANN vorgeschlagen. Sie wird auch Methode der mittleren Ziffern von Quadraten genannt und geht von einer ganzen Zahl aus, die aus Ziffern besteht. Dann bildet man und erhält eine ganze Zahl, die aus Ziffern besteht. Von dieser streicht man die ersten und die letzten Ziffern weg, so daß man wieder eine -ziffrige Zahl erhält. Diese Vorgehensweise wird wiederholt. Setzt man vor die so ermittelten Zahlen ,,0,``, dann erhält man -stellige Dezimalzahlen, die als Zufallszahlen benutzt werden können. Die Anzahl richtet sich nach der Stellenzahl des zur Verfügung stehenden Computers. Man wählt z.B. . Dieser Algorithmus hat sich bei praktischen Anwendungen nicht bewährt. Er lieferte mehr kleine Werte, als in der Regel gebraucht wurden. Deshalb wurden verschiedene andere Methoden entwickelt.
3. Kongruenzmethode: Stark verbreitet ist die Kongruenzmethode : Eine Folge ganzer Zahlen wird nach der Rekursionsformel
(16.170)

berechnet. Dabei ist eine beliebige positive Zahl; und sind ebenfalls ganze positive Zahlen, die geeignet zu wählen sind. Für ist die kleinste nicht negative ganze Zahl zu nehmen, die der Kongruenz (16.170) genügt. Die Zahlen liegen zwischen 0 und 1 und können als gleichverteilte Zufallszahlen dienen.
4. Hinweise:
a) Man wählt , wobei die Zahl der Bits eines Computerwortes darstellt, z.B. . Die Zahl ist in der Größenordnung von zu wählen.
b) Zahlen, welche nach einer bestimmten Formel gewonnen werden und die Werte einer Zufallsgröße simulieren sollen, nennt man Pseudozufallszahlen .
c) Zufallszahlen kann man schon mit dem Taschenrechner erzeugen, und zwar in der Regel unter dem Befehl ,,ran``(Abkürzung für Zufall, Englisch random).