Begriff des Vektorraumes
Eine nichtleere Menge
heißt Vektorraum oder linearer Raum über dem
Körper
der Skalaren, wenn auf
die beiden Operationen - Addition der Elemente
und Vielfachenbildung mit Koeffizienten aus
- wie folgt erklärt sind:
1. Für je zwei Elemente
gibt es ein Element
,
ihre Summe ,
2. für jedes
und jeden Skalar (Zahl)
gibt es ein
Element
,
das Produkt aus
und dem Skalar
(oder besser, das
-Vielfache des Elements
),
so daß die folgenden Eigenschaften, die Vektorraumaxiome , für beliebige
Elemente
und Skalare
erfüllt sind:
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(12.1) |
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(12.2) |
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(12.3) |
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(12.4) |
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(12.5) |
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(12.6) |
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(12.7) |
heißt reeller bzw. komplexer Vektorraum, je nachdem, ob
der Körper
der reellen bzw.
der komplexen Zahlen ist.
Die Elemente von
nennt man Punkte oder, in Anlehnung an die Lineare Algebra, auch
Vektoren , wobei in der Funktionalanalysis, ohne die Verständlichkeit oder die
Übersichtlichkeit zu beeinträchtigen, auf die Kennzeichnung
oder
verzichtet wird.
In einem Vektorraum
gibt es zu jedem
ein eindeutig bestimmtes
,,gegenüberliegendes`` Element
,
so daß
gilt, indem man
setzt.
Somit ist auf
auch die Differenz
zweier beliebiger Vektoren
als
erklärt.
Daraus ergibt sich die eindeutige Lösbarkeit der Gleichung
für vorgegebene
Elemente
und
.
Die Lösung ist dann gleich
.
Aus den Axiomen (V1) bis (V7) ergeben sich die folgenden Eigenschaften:
- Das Nullelement ist eindeutig definiert,
- falls
und
,
dann
,
- falls
und
,
dann
,
.