 |
Caspar Friedrich Wolff (1734-1794), Mediziner und Naturforscher, übte schon
in seiner Dissertation "Theoria generationis" scharfe Kritik an der damals
in der Entwicklungsbiologie vorherrschenden Präformationstheorie.
Anfänglich durch Anfeindungen seiner Fachkollegen isoliert, konnte er durch
seine Berufung als Professor der Anatomie an die St. Petersburger Akademie
der Wissenschaften, 1766, erstmals ungehindert seinen Forschungen
nachgehen. Zu Lebzeiten kaum beachtet, boten seine Schriften fruchtbare
Ansätze, die durch J. F. Blumenbach, Ch. H. Pander oder K. E. v. Baer zu
neuen weiterführenden biologischen Erkenntnissen verfolgt wurden. Aus
seiner Arbeit über die "Bildung des Darmkanals" (1768/69) wurde von Pander
der noch immer gebräuchliche Begriff des "Keimblattes" abgeleitet.
|