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Der italienische Anatom Marcello Malpighi (1628-1694) gilt
- neben Nehemia Grew - als Begründer der Pflanzenanatomie, für die er
die seither gebräuchliche Terminologie schuf.
Bereits 1669 wurde der als sehr arbeitsam geltende Professor der
Medizin von der Royal Society in London zu ihrem Mitglied erwählt.
Malpighi stellte die damals neuen Methoden des Mikroskopierens in
den Dienst vergleichend-anatomischer Studien, die in dem 1675
erschienenen Werk Anatome Plantarum (Die Anatomie der Pflanzen) mündeten.
Seine vielseitigen morphologischen und anatomischen Studien dehnte
Malpighi vor allem auch auf die Insekten aus, bei denen er z.B.
die nach ihm benannten Malpighischen Gefäße als Exkretionsorgane erkannte.
Neben der Anatomie beschäftigte er sich genauso mit physiologischen
Fragestellungen, u.a. zu Keimung und Drüsenfunktion.
Die letzten drei Jahre seines Lebens wirkte er als Leibarzt
Papst Innozenz XII. in Rom.
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