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Carl Friedrich Gauß (1777-1855), Professor für Astronomie der Universität
Göttingen und Direktor der Göttinger Sternwarte, arbeitete auf fast allen
Gebieten der Mathematik, lieferte aber auch bedeutende Beiträge zur Physik,
Geodäsie und Astronomie.
Schon zu seinen Studienzeiten löste Gauß ein seit über zwei Jahrtausenden
bekanntes mathematisches Problem: er bewies, daß auch ein 17-Eck mit Zirkel
und Lineal konstruiert werden kann. Wenige Jahre später lieferte er den
vollständigen Beweis des Fundamentalsatzes der Algebra. Mit der Publikation
seiner "Disquisitiones arithmeticae" begründete er die Zahlentheorie als
selbständige mathematische Disziplin; sein Werk "Theorie der Bewegungen der
in Kegelschnitten sich um die Sonne bewegenden Himmelskörper" wurde zum
Basiswerk der mathematischen Astronomie.
Belegt u.a. durch Tagebuchaufzeichnungen steht fest, daß Gauß
als erster im Besitz der nichteuklidischen Geometrie war, er publizierte
jedoch, aus Furcht vor unliebsamen mathematisch-philosophischen
Diskussionen nicht darüber. Schon zu Lebzeiten erlangte Gauss höchste
Bewunderungen, auf einer zu seinen Ehren geprägten Münze wurde er als
"mathematicorum princeps" ausgezeichnet.
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