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Der Österreicher Sigmund Exner (1846-1926) gilt als einer der Väter der
vergleichenden Physiologie. Nach seinem Medizinstudium arbeitete er als
wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem berühmten Laboratorium des
Physiologen E. W. Ritter von Brücke, später bei H. v. Helmholtz. 1891
übernahm er als ordentlicher Professor den Vorstand des Instituts für
Physiologie der Universität Wien.
Exners Hauptarbeitsgebiet galt der Sinnesphysiologie. Es umfaßt
Studien über Geruchsorgane und Arbeiten über die Empfindlichkeit
der Netzhautregeneration, über Farbkontrast und über das Sehen der
Facettenaugen. Besondere Bedeutung hatten seine Arbeiten über
die Lokalisation von Verhaltensfunktionen im Hirn, speziell seine Arbeiten
zur Funktionsarchitektur der Sehrinde. Daneben finden sich Studien zur
Organisation der assoziativen Verbindungen im Hirngewebe.
1917 wurde S. Exner, u.a. auch auf Grund seiner Verdienste für den
medizinisch/physiologischen Unterricht, zum Ritter Exner von Ewarten
geadelt.
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