 |
Schon in der Antike bewundert und von Legenden umwoben, kann Archimedes von
Syrakus (287?-212? v. Chr.) als bedeutendster Naturwissenschaftler der
griechisch-hellenistischen Antike gelten. Von dem Mathematiker, Physiker
und Ingenieur sind 11 Werke erhalten, die ausschließlich mit seinen
mathematischen Aktivitäten zu tun haben: Sie können drei Hauptgruppen
zugeordnet werden: Arbeiten über den Inhalt krummliniger Flächen und
Körper, Arbeiten zur Statik und Hydrostatik sowie arithmetische und andere
Arbeiten.
Außerdem werden ihm die Erfindung verschiedener Entwürfe und
Konstruktionen zugeschrieben: der Flaschenzug, die Wasserpumpe und ein
hydraulisch bewegtes Plantarium. Weiterhin widmete er sich auch der
Entwicklung von Kriegsgeräten; er entwickelte Hebelwerke, die
Steinschleuder und ein System von Konvexlinsen, das durch die Bündelung von
Sonnenlicht Brände auslösen konnte. Archimedes soll nach der Legende
während der Einnahme Syrakus durch Rom von einem plündernden römischen
Soldaten ermordet worden sein.
|