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Konzept für eine Verknüpfung (Aggregation) unscharfer Mengen


1. Prinzip: Der Grad der Zugehörigkeit eines beliebigen Elements zu den Mengen bzw. soll nur von den beiden Zugehörigkeitsgraden und des Elementes zu den beiden unscharfen Mengen und abhängen. Mit Hilfe zweier Funktionen
(5.358)

lassen sich die unscharfe Mengenvereinigung und der unscharfe Mengenschnitt wie folgt definieren:

(5.359)

(5.360)

Die Zugehörigkeitsgrade und werden in einen neuen Zugehörigkeitsgrad abgebildet. Die Funktionen und werden -Norm und -Konorm , letztere auch -Norm genannt.
2. Interpretation: Die Funktionen und stellen den Wahrheitswert dar, der sich aus der Verknüpfung der Wahrheitswerte und ergibt.
3. Definition der t-Norm: Die -Norm ist eine binäre Operation in [0,1] und eine Abbildung

(5.361)

Sie ist symmetrisch, assoziativ, monoton wachsend und besitzt als Nullelement und als neutrales Element.
Für gelten folgende Eigenschaften:
(E1) Kommutativität:

(5.362a)


(E2) Assoziativität:

(5.362b)


(E3) Spezielle Operationen mit Nullelement und neutralen Element :

(5.362c)


(E4) Monotonie:

(5.362d)



Definition der s-Norm: Die -Norm ist eine binäre Operation in und eine Abbildung

(5.363)

Sie besitzt die folgenden Eigenschaften:
(E1) Kommutativität:

(5.364a)


(E2) Assoziativität:

(5.364b)


(E3) Spezielle Operationen mit Nullelement und neutralen Element :

(5.364c)


(E4) Monotonie:

(5.364d)


Mit Hilfe dieser Eigenschaften lassen sich jeweils eine ganze Klasse von Funktionen der -Normen bzw. eine Klasse von Funktionen der -Normen einführen. Detailierte Untersuchungen haben gezeigt, daß der folgende Zusammenhang gilt:

(5.364e)

(5.364f)