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Syntax zweidimensionaler Graphik

Der zweidimensionale Plot-Befehl hat die prinzipielle Struktur
(20.90)

Das erste Argument kann folgende Bedeutung besitzen:
a) eine reelle Funktion einer unabhängigen Variablen, etwa ;
b) ein Operator einer Funktion, der z.B. mit dem Pfeilsymbol erzeugt wurde;
c) die Parameterdarstellung einer reellen Funktion in Form einer Liste , wobei den Laufbereich des Parameters angibt;
d) mehrere, in geschweifte Klammern eingeschlossene Funktionen, die gemeinsam dargestellt werden sollen;
e) eine Liste von Zahlen (gerade Anzahl), die fortlaufend als -Koordinaten von Punkten interpretiert werden.
Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, daß auch durch Prozeduren erzeugte Funktionen das erste Argument im Befehl sein können.

Das zweite Argument ist der Laufbereich der unabhängigen Variablen; er ist in der Form einzugeben. Wird kein Argument eingegeben, so nimmt Maple automatisch den Laufbereich an. Es ist möglich, einer oder beiden Grenzen den Wert und/oder zuzuordnen. In diesem Fall wählt Maple eine Darstellung der -Achse mit .

Das dritte Argument steuert den Darstellungsbereich der abhängigen (vertikalen) Variablen. Auch er ist in der Form einzugeben. Wird er fortgelassen, so nimmt Maple die sich aus der Funktionsgleichung ergebenden Werte für den jeweiligen Bereich der unabhängigen Variablen. Dies kann problematisch werden, wenn in diesem Bereich z.B. eine Polstelle liegt. Daher sollte man, wenn nötig, diesen Bereich begrenzen.

Als weitere Argumente können eine oder mehrere Optionen folgen, die in der folgenden Tabelle dargestellt sind.

Tabelle Optionen des -Befehls
Bewirkt die Darstellung einer parametrischen Eingabe in Polarkoordinaten (der erste Parameter ist der Radius, der zweite das Argument).
Legt die minimale Anzahl der generierten Punkte fest (Voreinstellung 49).
Setzt die horizontale Auflösung der Darstellung in pixel (Voreinstellung ).
Setzt die Anzahl der Skalenstriche auf der -Achse
Veranlaßt die Verbindung mit kubischer Spline-Interpolation (Voreinstellung).
Veranlaßt lineare Interpolation.
Zeichnet nur die Punkte.
Setzt den Titel für die Graphik, muß ein String sein.
Zur Darstellung mehrerer Funktionen durch Maple in einer Graphik werden diese in der Regel in verschiedenen Farben oder in unterschiedlicher Linienstruktur erzeugt.

Die auf der Windows-Oberfläche laufende Version von Maple V/2 bietet die Möglichkeit, direkt an der Graphik über entsprechende Menüs Veränderungen wie z.B. das Verhältnis von horizontaler zu vertikaler Abmessung, die Rahmung des Bildes usw. vorzunehmen.